Für Pflege(fach)kräfte, Ärzt:innen & Therapeut:innen

3 Dinge, die dich im Dienst spürbar entlasten

Was dich im Gesundheitswesen am meisten belastet, ist gut erforscht – und du kannst selbst etwas tun. Diese drei Selbst-Maßnahmen sind evidenzbasiert, kosten fast nichts und wirken sofort.

Evidenzbasiert · sofort umsetzbar · anonym

1

Nervensystem in Sekunden runterfahren – der physiologische Seufzer

Worum es geht

In akuten Stressmomenten – Reanimation, Konflikt, alles auf einmal – kannst du dein Nervensystem in unter einer Minute beruhigen. Der schnellste Weg ist der physiologische Seufzer: zweimal durch die Nase einatmen, lang durch den Mund ausatmen.

Warum es wirkt
In einer Stanford-Studie (2023) senkte tägliches „Cyclic Sighing" – der physiologische Seufzer – Stress und negative Stimmung stärker und schneller als Achtsamkeitsmeditation. Schon fünf Minuten am Tag reichten. Der betont lange Ausatem aktiviert den Parasympathikus – deinen „Ruhenerv".
So geht's
Mehr dazu: „Cyclic sighing" schlägt andere Atemtechniken beim Beruhigen – Stanford Medicine ↗
2

Selbstmitgefühl statt Selbstkritik

Worum es geht

Der innere Kritiker – „Ich hätte besser sein müssen", „Ich darf nicht schwach sein" – treibt Erschöpfung an. Selbstmitgefühl heißt: mit dir so zu sprechen, wie du mit einer guten Kollegin sprechen würdest, die gerade einen harten Tag hat.

Warum es wirkt
Mitgefühlsmüdigkeit (Compassion Fatigue) ist unter Pflege(fach)kräften weit verbreitet – Übersichtsarbeiten berichten Raten bis zu 80 %. Selbstmitgefühl ist kein Weichspüler, sondern gilt als einer der stärksten Schutzfaktoren gegen Burnout und Mitgefühlsmüdigkeit. Wer sich selbst freundlich begegnet, hält länger durch – ohne abzustumpfen.
So fängst du an – die 3-Schritte-Pause
Mehr dazu: Prävalenz von Mitgefühlsmüdigkeit bei Pflege(fach)kräften – Systematisches Review & Meta-Analyse (PubMed) ↗
3

Abschalten nach dem Dienst – bewusst runterkommen

Worum es geht

Wenn der Dienst im Kopf weiterläuft – Grübeln auf der Heimfahrt, nachts wach – erholst du dich nicht wirklich. Ein bewusstes Dienst-Ende-Ritual hilft deinem Gehirn, umzuschalten.

Warum es wirkt
Psychologische Distanzierung – das mentale Abschalten von der Arbeit in der Freizeit – ist der am konsistentesten wirksame Erholungsfaktor: mehr Wohlbefinden, weniger Erschöpfung, bessere Stimmung. Grübeln ist das Gegenteil davon und blockiert die Erholung. Abschalten kann man üben.
So fängst du an
Mehr dazu: Distanzierung, Grübeln & Erholung – Integrative Übersicht (PMC) ↗
Nächster Schritt

Du willst nicht nur durchhalten – sondern wieder mit mehr Energie durch deinen Alltag gehen?

Im Coaching bekommst du Sprache für das, was dich belastet, und Werkzeuge, die im Dienstalltag wirklich tragen – ohne dich zur Patientin zu machen. Lass uns unverbindlich sprechen.

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